Ein Schlüsselfaktor für den Aufbau und die Pflege des eigenen Magnetfaktors ist der Aufbau von Autorität. In dem Sie Ihr wertvolles Wissen mit Ihrer Zielgruppe teilen und damit Mehrwert stiften, schaffen Sie Begehrlichkeit und damit Anziehung. Im Marketing sprechen wir von Content-Marketing. Sie veröffentlichen Ihr Wissen z.B. in Form von Blogs, Social Media Posts, Videos, Podcasts, Newslettern etc.

Im heutigen Artikel möchte ich Ihnen den Redaktionsplan vorstellen, damit Sie Ihre Selbstvermarktung auch strategisch so effizient und effektiv wie möglich umsetzen können.

Ich weiß noch, wie ich im Januar 2015 große Töne gespuckt hab, ich würde wöchentlich einen Newsletter raus senden, regelmäßig bloggen und 2 Bücher veröffentlichen. Nun, es mag viele Gründe geben, warum ich meinen Plan nicht eingehalten habe, der Hauptgrund war: ich hatte gar keinen Plan.

 

Warum ein Redaktionsplan?

Ein Redaktionsplan hilft bei der Planung, Produktion, Veröffentlichung und Verbreitung von Contents und ermöglicht, auch im Team den Überblick zu behalten und sich abzustimmen. So können

  • Themendopplungen vermieden,
  • Abwechslung geschaffen,
  • die Qualität der Beiträge sichergestellt,
  • der Zeitaufwand im Auge behalten und
  • der organisatorische Ablauf koordiniert werden.

Ein Redaktionsplan kann außerdem helfen, Schreibblockaden zu lösen und “die Angst vor der leeren Seite” zu nehmen oder saisonale Anlässe (wie Feiertage, Veranstaltungen oder Events) im Auge zu behalten und sie rechtzeitig aufgreifen zu können.

 

Womit fange ich an?

Ein Redaktionsplan ist im Wesentlichen ein Leitfaden, um Themen im Voraus zu planen. Um diese Themen zielführend planen und Content veröffentlichen zu können, sollte man sich schon im Vorfeld einige Fragen stellen:

  • Welches Ziel verfolge ich?
  • Welche Expertise möchte ich mit meiner Strategie (z.B. einem regelmäßigen Blog) untermauern?
  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Was braucht die Zielgruppe?
  • Wie oft möchte ich etwas veröffentlichen?
  • Wo möchte ich etwas veröffentlichen?

 

Als erstes legen Sie sich eine Themensammlung an, die zu den oben genannten Fragen passt. Wenn Sie alle 4 Wochen bloggen wollen, sind das 12 Artikel im Jahr. Dann brauchen Sie min. 12 Themen, besser mehr, damit Sie flexibel bleiben. Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr jeden Freitag einen Artikel zu posten, d.h. meine Themensammlung braucht min. 52 Ideen. Das Schöne an solchen Sammlungen ist, die Tatsache, dass man große Themen wie z.B. Smalltalk auch in kleine spannende Einheiten teilen kann. So kann aus einem Thema plötzlich eine ganze Reihe entstehen und den Druck nehmen.

 

Wenn Sie sich mit Ihrem Themengebiet vertraut gemacht haben, dann geht’s ans Planen.

 

Die Umsetzung

Sie übertragen Ihre Themensammlung in Ihren Redaktionsplan, der folgendes beinhalten sollte:

  • Das Thema mit Kurzbeschreibung
  • Der Termin des Redaktionsschlusses
  • Der Termin der Veröffentlichung
  • Der Kanal auf dem der Beitrag erscheinen soll
  • Die Art des Beitrages (Artikel, Interview, Gastartikel, Video, Podcast, …)
  • Der Bearbeitungsstatus (in Form von Häkchen oder festgelegten Statusbeschreibungen wie “in Arbeit”, “bereit zum Korrekturlesen” oder “fertig überarbeitet” oder Farbcodes)
  • Seeding-Plattformen
  • Bei der Arbeit im Team: Der Autor und/ oder der Verantwortliche

Warum der Unterschied zwischen Redaktionsschluss und Veröffentlichung? Nun, Sie kennen das doch auch: Sie nehmen sich vor, morgen einen Artikel zu schreiben und dann fällt der PC aus oder die Nachbarin kommt zu Besuch … Oder Ihr Artikel erscheint im April in einer Zeitschrift muss aber bis zum 15. Januar eingereicht werden. So oder so, sollten Sie immer Zeit zwischen der Fertigstellung und der Veröffentlichung einplanen, damit Sie auch rechtzeitig fertig werden. Einer meiner Hauptfehler 2015!

 

Wenn ich von Kanal spreche, meine ich das Medium, auf/in dem veröffentlicht wird. Ihr Blog oder ein Blog eines anderen, eine Zeitschrift, ein Newsletter (wobei ich Ihnen dazu bald eine bessere Strategie nennen werde) und zahlreiche andere Möglichkeiten. Das ist deshalb wichtig, weil (auch ein Thema, das wir in den nächsten Wochen hier besprechen werden) wir Themen für mehrere Medien verwenden werden. Das nennt sich content-repurposing, also die Wiederverwertung von Inhalten. Warum das Rad neu erfinden, wenn Sie zu einem Thema bereits recherchiert und Zeit investiert haben. Wie gesagt, wie das geht, bald hier.

 

Seeding, noch so ein toller Fachbegriff. Übersetzt: säen. Wo werfe ich also die Saat meines Wissens aus, damit daraus Früchte entstehen, sprich, meine Zielgruppe darauf aufmerksam wird und auf meine Webseite/ meinen Blog kommt. Hier reden wir von Kanälen, auf denen wir auf Ihren hart erarbeiteten Content hinweisen. Ich nutze dafür Facebook, Twitter, xing, meinen Newsletter, Instagram und Links in anderen Artikeln.

 

Ein Redaktionsplan lebt! Er braucht regelmäßige Pflege, er ist wie ein Tamagotchi – kennen Sie bestimmt noch – wenn man sich nicht um sie kümmert und regelmäßig füttert, dann verenden sie. Das ist hier genauso. Sehen Sie Ihren Redaktionsplan als Ihren lebenden Magnetauflader an. Jedes Mal wenn Sie mit ihm arbeiten, wird Ihre Anziehungskraft stärker!

 

 

Die Tools

Jetzt wird es Zeit über Tools zu sprechen und Ihnen ein paar visuelle Beispiele zu zeigen.

Gerne wird Excel verwendet. Ich bin kein Fan davon, Programme für andere Zwecke zu missbrauchen, aber wenn es Ihnen zusagt, nur zu.

Hier ein Beispiel von Sozial-Pr.net

Wobei streng genommen ist es kein Redaktionsplan, sondern ein Vermarktungsplan. Denn hier geht es darum, wann welches Thema über Social Media propagiert wird.

Über Textbroker gibt es eine Reihe von Tools, die man sonst noch verwenden kann.

Ich persönlich arbeite mit zwei Tools. Vorher habe ich sehr umständlich mit Onenote gearbeitet. Darin verlor ich allerdings die Übersicht, da ich die Texte an zu vielen Stellen verteilt hatte.

Zum Schreiben benutze ich jetzt Scrivener.

Ein geniales Tool. Egal was Sie im Leben schreiben wollen. Diese 40$ sind die beste Investition ever. Zudem gibt es ein Tutorial, das ich in der Form noch nie bei einer Software zu sehen bekommen habe. Einfach mal die kostenlose Version durchprobieren (für Mac und Windows) und sich verlieben 😉 ( da kommt der Tekki wieder in mir durch, sorry 😉 )

Für die Übersicht, also den Plan selbst habe ich 2015 Trello für mich und mein Team entdeckt. Eine kostenlose Projektmanagement Plattform, die es auch als App fürs Handy gibt. Auch ein geniales Tool. Seit dem wir es hier nutzen, hat sich unsere Produktivität um 30 % erhöht.

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Auf dem ersten Bild sehen Sie die Übersicht. Ich habe meinen Redaktionsplan in drei Pläne geteilt:

  • Der Content-Plan: meine Themensammlung
  • Der Kanal-Plan: welches Thema wann und wo veröffentlicht wird
  • Der Seed-Plan: welches Thema auf welcher Plattform beworben wird.

 

Ein kleiner Tipp: lassen Sie die Themen in den Plänen, denn Sie können alte Artikel immer wieder reaktivieren, z.B. wenn ein tagesaktuelles Thema zu einem alten Beitrag von Ihnen passt oder wenn wir die content-repurposing Strategie anwenden werden.

Screenshot 2016-01-07 23.19.40

Auf dem zweiten Bild sehen Sie die Kalender-Ansicht bei Trello. So können wir auf einen Blick erkennen, wann was fällig ist.

 

 

Das war mein kleiner Überblick des Themas Planung für Ihr Jahr 2016.

Wenn Sie noch Fragen zu dem Thema haben oder Ihre eigenen Tipps, die Sie gerne teilen, dann freuen wir uns über Ihre Kommentare unter diesem Artikel.

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Bis nächste Woche!
wertvolle Grüße

Ihre Carmen

 

 


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