Vor ein paar Tagen traf ich mich mit einer engagierten Netzwerkerin, die vor acht Jahren ein eigenes lokales Netzwerk für Sekretärinnen gegründet hat. Während wir über Vermarktungsmöglichkeiten  im Internet sprachen, stellte Sie mir eine sehr gute Frage: “Was sind eigentlich hashtags?”
Nach dem  Gespräch recherchierte ich im Netz und musste feststellen, dass es viel Allgemeines über hashtags gibt, aber ihre Bedeutung fürs Selbstmarketing wurde bisher noch vernachlässigt.
Die interessantesten Punkte aus meiner Blockrecherche habe ich für Sie zusammengetragen und damit ergänzt, wie Sie hashtags für Ihren Magnetfaktor strategisch einsetzen können.

Hintergründe, Erklärung des Begriffs

Klären wir erstmal den Namen, der gerne für Verwirrung sorgt. “Hash” ist die engl. Bezeichnung für das Rautezeichen (auch gerne als Lattenzaun bezeichnet) “#”.
“Tags” sind im Allgemeinen länger bekannt als Schlagworte, die einen Text kennzeichnen, um zu verdeutlichen, worum es sich handelt. Diese werden in Blogs und für die SEO (Search Engine Optimization) Suchmaschinenoptimierung auf Webseiten schon seit vielen Jahren verwendet.
Die Geschichte des hashtags begann im August 2007, als Chris Messina, ein unter factoryjoe.com schreibender Blogger, die Nutzung von hashtags vorgeschlagen hat.
Schnell stellte sich bei Suchen heraus, dass die Ergebnis-Qualität durch das Rautezeichen höher war, als durch automatisierte Suchen. Deshalb haben sich Hashtags  gerade im Rahmen von Twitter etabliert. Seit 2013 sind sie auch im populären Einsatz bei Facebook.  Doch auch andere Dienste und Medien im Web finden immer mehr Verwendung für diese Art der Markierung. Zu ihnen gehören beispielsweise Instagram, Pinterest, Google+…

Verwendung

Durch die Zeichenbegrenzung bei Twitter (140) werden hashtags im Fließtext verwendet. Bei anderen sozialen Netzwerken, wie Facebook, Google+, Instagram oder Pinterest werden Sie durchaus auch als separate Anhängsel am Ende der Botschaft aufgeführt. Allerdings gibt es bei der Verwendung von hashtags Regeln, die beachtet werden sollten. So ist es z.B. bei Instagram üblich nicht mehr als 10 hashtags zu verwenden.

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Das müssen Sie beim Einsatz von hashtags beachten:

Hashtags müssen mit der Raute beginnen und direkt das Stichwort zeigen. Sie dürfen keine Leer- oder Sonderzeichen benutzen, da diese von sozialen Netzwerken nicht erkannt werden. Wortkombinationen wie der Name einer Sendung oder eines Events (Deutschland sucht den Superstar) werden gerne als Akronym #DSDS abgekürzt oder bei einem Namen mit einem Unterstrich verbunden “#Magnetfaktor_Mentorin”

 

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Bevor Sie eine Nachricht mit einem hashtag versehen, schauen Sie vorher nach, ob bereits ein passender hashtag besteht.
Ansonsten kreieren Sie selbst einen. Mit ein wenig Glück wird er von anderen aufgegriffen und über deren Tweets bzw. entsprechenden Posts bekannt gemacht. Dann erleben Sie die Dynamik eines sich verbreitenden hashtags.

 

Einsatzgebiete und Nutzen von Hashtags

Was bringt mir die Verwendung von hashtags?

Es gibt verschiedene Einsatzmöglichkeiten:

1) Kategorisierung
2) Themenfilter
3) Positionierung

 

Kategorisierung

Mit hashtags ist es nicht nur möglich, Großereignisse und TV-Events zu kategorisieren, sondern auch private Sammlungen an Tweets, Fotos und weiteren Postings einem Thema zuzuweisen. Wollen beispielsweise Ihre Instagram-Follower Ihre Paris Reise-Postings durchstöbern, können Sie diese mit Ihrem eigenen hashtag wie beispielsweise „#nutzername_paris“ versehen. Ein weiterer Vorteil dieser Verschlagwortung ist auch, dass Sie Ihre eigenen Beiträge auch im Nachhinein durchstöbern und so mit wenigen Handgriffen ein gut kategorisiertes Archiv erstellen können.
Event-Veranstalter oder Unternehmen definieren gerne ihre eigenen hashtags, die die Teilnehmer zum gemeinsamen Austausch und gegenseitigem Verbinden nutzen können.

 

Themenfilter

Über hashtags kann sehr einfach festgestellt werden, welche Themen gerade besonders beliebt sind. Twitter beispielsweise analysiert, welche Begriffe häufig gehashtaggt werden und zeigt diese Begriffe dann als so genannte “Trending-Topics” auf der Twitter-Startseite. Diese Analyse kann über externe Dienste unter anderem auch zur politischen Auswertung von Twitter-Tweets angewandt werden.

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Grundsätzlich können hashtags also dazu genutzt werden, das jeweilige Netzwerk nach dem markierten Begriff zu durchsuchen und durch die Verwendung mit anderen Nutzern über das gleiche Thema zu schreiben. Beispielsweise könnten mehrere Nutzer den Hashtag #Bundestagswahl verwenden und somit indirekt auf der nun verlinkten Übersichtsseite miteinander in Verbindung treten. Vor allem bei medialen Großereignissen entstehen so außerordentliche Nachrichtenfluten, da viele Nutzer das Ereignis kommentieren.

 

Positionierung

Hashtags sind aber auch nützlich, wenn man in Verbindung mit einem bestimmten Begriff von anderen gefunden werden möchte. Beispielsweise zu Marketingzwecken. Während eines Besuchs der Heimtiermesse Interzoo realisierte der Youtube-Kanal MeerwasserLive TV ein Storytelling auf Facebook. Da die Messe nur für Fachbesucher offen ist, informierten die Kanalbetreiber auf Facebook über Aussteller und Neuheiten. Alle Facebook-Posts wurden mit dem Hashtag #Interzoo versehen. Schnell wurden die Posts von interessierten Nicht-Messebesuchern sowie ausstellenden Firmen gefunden. Die Facebook-Fanpage erhielt auf diese Weise über 100 neue Fans und die Interaktionsrate stieg beachtlich. Dies war möglich durch den zielgruppenrelevanten Content, aber auch durch die Option, über den hashtag gefunden und zum Themenbereich #Interzoo zugeordnet zu werden.

 

 

Oftmals werden hashtags von einer Person ins Leben gerufen und dann von anderen Nutzern aufgegriffen. Schnell kann sich ein guter und relevanter hashtag somit viral verbreiten und ein weltweiter Austausch zu einem Themengebiet entstehen. Gerade bei der anstehenden Fußball EM wird dies sicher wieder zu beobachten sein. Es gibt aber auch negative Trends, die mit dem hashtag weltweite communities gründen.

Ein aktuelles Beispiel ist die #a4waist Challenge.
Die Challenge dabei ist, so schlank wie ein Blatt Papier der Größe A4 zu sein. Die Mädchen halten sich das Papier vor den Bauch, um zu beweisen, wie schlank sie sind und dass ihre Taille an der Seite des Papiers nicht zu sehen ist. Die sehr dünnen Mädchen präsentieren das Ergebnis stolz und markieren die Fotos mit dem Hashtag #a4waist.

 

 

Strategischer Einsatz für Content-Marketing

Die Frage, die jetzt noch offen ist: Wie nutzen wir die hashtags nun in Zusammenhang mit unserer Content-Marketing Strategie?
Im ersten Teil des Magnetfaktor-Mentorings  haben wir bestimmt, welchen Themengebieten Sie und Ihre Themen zu zuordnen sind. Diese Schlagworte verwenden Sie nun, wenn Sie Ihren Content auf den sozialen Kanälen veröffentlichen.

Z.B.: Sie sind in der IT Branche und sind auf die Optimierung von Prozessen spezialisiert. Dabei arbeiten Sie mit gewissen Partnern oder Lösungen zusammen. Dann gehen Sie wie folgt vor:
Jeder Post enthält Ihre Positionierung – Ihren Markenkern. In diesem Beispiel: #ProzessOptimierer.
In meinem Fall “MagnetfaktorMentoring”.
Diesen hashtag nutzen Sie in all Ihren Postings.

Effekt: Sie können all Ihre Postings über alle Netzwerke verschlagworten.
Ihre wachsende Fangemeinde kann Sie über diesen Begriff finden und alle Ihre Inhalte auf einen Blick einsehen. Sie positionieren sich mit dem Thema bzw. Begriff.

Nicht jeder Post hat das gleiche Thema. Hier kommen dann die nächsten Schlagworte ins Spiel. Sie ordnen Ihren Themen die wichtigsten hashtags zu.

Beispiel:
Sie haben einen Blog-Post verfasst über die Optimierung von Reisekostenabrechnungen mit dem Tool xy.
Dann fügen Sie Ihrem Post die Schlagworte #Reisekostenabrechnung und alle dazu passenden Begriffe #BANF, etc. hinzu. Zusätzlich die hashtags für das Tool oder den Hersteller, der vielleicht schon gut positioniert ist #Toolxy #PartnerName.

Was passiert nun? Unter diesen hashtags werden Sie und Ihre Themen gefunden, erhalten Aufmerksamkeit und können Ihren Status als Experte in einem Themengebiet stärken. Allerdings passiert das nur bei einer konsequenten und sinnvollen Nutzung dieser hashtags.

 

 

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Zusatztipp E-Mail Signatur:

Nutzen Sie die hashtags auch in Ihrer E-Mail Signatur.
Die Meisten tragen Ihre social media Profile in ihre E-Mail Signatur oder ihren Blogfooter ein. Doch kaum einer teilt seine hashtags mit. Kommunizieren Sie diese, dann stoßen Sie den viralen Effekt noch zusätzlich an.

 

Ich hoffe, Sie können nun mehr mit hashtags anfangen und starten eine für Ihr Selbstmarketing sinnvolle Nutzung.

Charmanten  Gruß
Carmen Brablec

 

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Ich möchte mich noch bei folgenden Bloggern für Ihren Input zum Thema hashtags bedanken.
Quellen:
www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/hashtag/
www.brucker-solutions.de/was-ist-ein-hashtag-und-wofuer-braucht-man-es/
www.giga.de/extra/social-media/specials/was-ist-ein-hashtag-bedeutung-definition/)
www.wortwuchs.net/hashtag/

 

 


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