Employer Branding steht bei den meisten Unternehmen heute auf der Agenda. Fachkräftemangel und die Wandlung vom arbeitgeber- zum arbeitnehmerorientierten Arbeitsmarkt verlangen die Steigerung der Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber. Die Unternehmen, die ihre Hände in den Schoß legen und abwarten, müssen damit rechnen, im Kampf um High Potentials zu verlieren. Wer sich nicht um seine Reputation kümmert, ist der Meinung von außen ausgeliefert.
In dieser Serie werden sieben Empfehlungen ausgesprochen, wie der Arbeitgeber die Attraktivität als Arbeitgeber-Marke durch den Einsatz von Mitarbeitern als Markenbotschafter steigern und kontrollieren kann.

 

Empfehlung Nr. 6:
Guidelines und Mentoren

Als ich einen Mitarbeiter der Bayern LB für mein neues Buch interviewte, musste ich an meine eigene Zeit als Angestellte im Großkonzern denken. Er erzählte mir, dass die Bank natürlich ein Unternehmensleitbild habe und dass ihm dieses zum Einstand mal ausgehändigt wurde. Doch wie so oft wanderten diese Unterlagen in die Schublade und warten dort auf den nächsten Umzug.
Ein anderes Erlebnis hatte ich bei einem meiner Bankkunden. Bei einer Vertriebssimulation sollten die Mitarbeiter mit den neuen Prospekten arbeiten. Deren Inhalte und vor allem die Bilder hatte alle eine Aussage, doch bei Nachfrage durch gespielte Kunden, konnten diese nicht wiedergegeben werden.  Warum, weil die Mitarbeiter nicht über die Hintergründe gewisser Bilder, Texte etc. informiert wurden.
Es reicht nicht, schöne Prospekte und Merchandising Artikel für die Kunden und Mitarbeiter anzufertigen, sie müssen auch durch den Mitarbeiter transportiert werden können. Genau so wenig sinnvoll sind dicke Hefte mit Leitlinien und trockenen Erklärungen zu Werten und Tradition des Hauses, wenn diese Worte ungelesen in einer Schublade in Vergessenheit geraten und der Mitarbeiter seine eigenen Werte als Handlungsmaßstab einsetzt.
Geben Sie neuen Mitarbeitern schriftliche Guidelines an die Hand und stellen Sie bestehende Mitarbeiter als „Mentoren“ zu Seite. Denn nur gelebte Worte werden abgespeichert. Wenn neue Mitarbeiter sehen, wie es RICHTIG gemacht wird, dann bekommen die Worte im Intranet, dem gedruckten Heftchen oder den Plakaten im hausinternen Flur wirkliche Bedeutung und können mit Leben gefüllt werden.

 

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