Interner oder externer Markenbotschafter

In der heutigen Episode sprechen wir über den strategischen Einsatz von Markenbotschaftern. Markenbotschafter werden eingesetzt, weil “neue Medien wie Facebook danach verlangen, einer Marke ein Gesicht zu geben.” sagt der Schweizer Werbeprofi Frank Bodin. Ich stelle den Sinn und Unsinn von externen und internen Botschaftern vor und gebe Tipps, wie Mitarbeiter zu Markenbotschaftern des eigenen Unternehmens werden können.

 

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Hier die Zusammenfassung:

Die Glaubwürdigkeit von Prominenten als Markenbotschafter

Die Frage ist, wie sinnvoll ist der Einsatz dieser Personen, um der Marke ein Gesicht zu verleihen. Andreas Pogoda Gesellschafter der Brandmeyer Markenberatung in Hamburg sagt ganz klar: “Wer Markenbotschafter einsetzt, sollte sich fragen, ob der Partner das Produkt oder die Marke überhaupt glaubwürdig vertreten kann.”
Wir erinnern uns noch an das große Raunen, das am 12.01.2014 über den Newsticker ging. Als Mercedes verkündete, sich von Boris Becker als Markenbotschafter zu trennen. Für Mercedes Anspruch: <<Das Beste oder nichts>> stand Becker nun wirklich nicht mehr. Das ist leider kein Einzelfall!
Als Martina Hingis seiner Zeit für Opel warb, hatte sie nicht mal einen Führerschein. Können Sie sich vorstellen, dass Mehmet Scholl wirklich Dacia fährt? Oder Justin Timberlake den R8 wirklich gegen den A1 eintauscht?
Nun, Markenbotschafter haben die Aufgabe, eine Marke zu verkörpern und nicht nur für Sie zu arbeiten. Die Glaubwürdigkeit geht sonst gänzlich verloren. Dabei haben Prominente auch einen hohen Preis. Nicht nur den des Risikos des falschen Testimonials für das Unternehmen.

 

Der Mitarbeiter als Markenbotschafter

Bodin bestätigt, dass es für den Hersteller nicht billiger ist, mit Prominenten zu werben. Warum, frage ich mich da, wird der eigene Mitarbeiter nicht dafür eingebunden? Ich rede hier nicht vom CEO oder sonst einer Ikone des Unternehmens. Bei Inhaber-geführten Firmen macht das durchaus Sinn. Doch Kunden und weitere Zielgruppen wollen auch die anderen Gesichter sehen.
Die Düsseldorfer Verkehrsbetriebe machen es vor, sie werben mit den eigenen Mitarbeitern.
Ein weiteres erfolgreiches Beispiel ist der Autoglasreparateur Carglas. Ich selbst wurde von einem der Werbegesichter betreut. Ein tatsächlicher Mitarbeiter. Das fand ich als Kunde großartig.
Das unterstützt auch Bodin: “Unternehmen sind keine künstlichen Gebilde, sondern sie bestehen aus Mitarbeitenden und haben ein Gesicht, das man spüren kann.”
Aus persönlicher Erfahrung kann ich verstehen, warum sich Unternehmen davor sperren. Denn viele Mitarbeiter sind nicht als Markenbotschafter geeignet. Blickt man auf den jährlich vom Gallup Institut veröffentlichten Mitarbeiter Zufriedenheits-Index, sind 2017 nur 15% der Mitarbeiter zufrieden und damit für eine Position als positiven Markenbotschafter geeignet.

Doch was viele Unternehmen nicht wissen, sie können ihre Mitarbeiter zu aktiven und positiven Markenbotschaftern entwickeln.
Spar Dir unechte, externe Markenbotschafter. Mach Deine Mitarbeiter zu Eurem Markenbotschafter!

 

 

charmanen Gruß, Deine Carmen


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