Employer Branding steht bei den meisten Unternehmen heute auf der Agenda. Fachkräftemangel und die Wandlung vom arbeitgeber- zum arbeitnehmerorientierten Arbeitsmarkt verlangen die Steigerung der Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber. Die Unternehmen, die ihre Hände in den Schoß legen und abwarten, müssen damit rechnen, im Kampf um High Potentials zu verlieren. Wer sich nicht um seine Reputation kümmert, ist der Meinung von außen ausgeliefert.
In dieser Serie werden sieben Empfehlungen ausgesprochen, wie der Arbeitgeber die Attraktivität als Arbeitgeber-Marke durch den Einsatz von Mitarbeitern als Markenbotschafter steigern und kontrollieren kann.

 

Empfehlung Nr. 7: Führungskräfte

Führungskräfte müssen die Marke verstehen und die Werte vorleben können. Der Fisch stinkt immer am Kopf zuerst. Wenn Führungskräfte ihre Vorbildfunktion vernachlässigen, brauchen sie sich über entsprechende Konsequenzen im Mitarbeiterverhalten nicht zu wundern.
In meinem Brand-Translation Workshop bei der Digitalen Stadt Düsseldorf hatten wir eine interessante Diskussion über die Grenzen der Vorbildfunktion. Dabei kam die Frage auf, wie weit muss eine Führungskraft hier gehen. Es stand die Meinung im Raum, “Don’t do as I do, do as I say”. Dass es also reicht, Anweisungen zu geben, sich aber selbst nicht unbedingt dran halten zu müssen.
Ich bin der Meinung, dass das aus rein psychologischen Gründen nicht funktioniert. Stellen sie sich vor, ein Werkstattleiter von Luxus-Automobilen geht sehr respektlos mit  seinen Mitarbeitern um. Verlangt aber seinen Mitarbeitern einen sehr wertschätzenden Umgang mit der Kundschaft ab. Was glauben Sie, wie lange es dauert, bis der Mitarbeiter das Verhalten, dass er jeden Tag von seinem Chef erlebt, an den Kunden weitergibt? Nicht lange, das steht fest.
Anderes Beispiel aus einem Workshop in der IHK in Duisburg. Hier stellte ein Teilnehmer die Frage nach einheitlicher Kleidung. Seine Mitarbeiter würden im Außendienst Poloshirts mit Logostickerei tragen. Er im Büro sitzend würde diese aber nicht anziehen. Seine Frage war, sollten Mitarbeiter intern wie extern in dem Fall gleich gekleidet sein? Hintergrund der Frage war: “muss ich diese schrecklichen Dinger auch tragen…”. Ich stelle die Frage mal Ihnen:
Wenn Ihr Chef Ihnen vorschreibt, das Firmenlogo sichtbar zu tragen, es aber selbst nicht tut, wie kommt das bei Ihnen an? Es drängt sich schnell die Frage auf, “steht der Chef nicht zu der Firma?” das wäre nun ein falsches Signal.
Also sollten die Führungskräfte in ihrer Vorbildfunktion vor allem die Marke richtig kennen und sich markenkonform nach innen wie nach außen hin verhalten. Sie sind doch schließlich kein Janus, der zwei Gesichter hat und je nach dem wo er ist, eine andere Meinung vertritt, obwohl, die soll es ja auch geben…

Ich hoffe, die kleine Reihe hat Ihnen gefallen. Über  Ihre Kommentare und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen.
Ihre Carmen Brablec

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    1 Response to "7 Empfehlungen für erfolgreiches Employer Branding – Führungskräfte"

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